
Umweltbelastung und Energieverbrauch durch den Flugverkehr
Der Flugverkehr ist in den letzten 20 Jahren ungeheuer gestiegen. In den nächsten 20 Jahren wird sich, wenn sich der Trend nicht ändert, der Flugverkehr nochmals verdreifachen und die Zahl der Jets verdoppeln. Gegenwärtig befördern die Airlines jährlich 1,6 Milliarden Passagiere und 30 Millionen Tonnen Fracht. Der Treibstoffverbrauch lag 1980 bei etwa 33 Mio t Kerosin, derzeit 205 Mio t/a und bei gleich bleibender Tendenz liegt er in 20 Jahren bei 600 Millionen Tonnen. Es ist für viele Bürger heute selbstverständlich jedes Jahr mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen, möglichst zu weit entfernten Zielen, wie USA, Australien, Südafrika, Neuseeland usw. Dazu kommen bei zunehmend vielen Bürgern zusätzliche Kurzzeitreisen mit „Billigangeboten“ zum Beispiel in europäische Metropolen aber auch nach New York, auf die kanarischen Inseln bis zu Tagesausflügen nach Mallorca und dergleichen. Besonders die heute zahlreichen kinderlosen Paare und Singles, auch aus den niedrigen Einkommensgruppen, nutzen diese billigen Möglichkeiten zunehmend. Selbst Schülerfahrten und Pilgerreisen werden heute weitgehend mit dem Flugzeug unternommen (weil es so billig ist und kurze Reisezeiten bringt). In den Lebensmittelmärkten werden heute ganzjährig Früchte aus Übersee zu relativ niedrigen Preisen angeboten, die mit dem Flugzeug transportiert werden. Die Folgen dieses gewaltigen Anstiegs des Luftverkehrs für die Umwelt sind sehr weitreichend. Eine britisch-schwedische Studie für das Stockholmer Umweltinstitut besagt, dass schon jetzt die Luftfahrt mit einem Verbrauch von jährlich 205 Millionen Tonnen Kerosin 300 Millionen Tonnen Treibhausgase erzeugt. Die in den oberen Luftschichten entlassenen Treibhausgase seien dreimal so klimaschädlich wie solche in den unteren Luftschichten. Der Luftverkehr wird damit künftig zum Ozonkiller Nummer eins und auch die sonstige Auswirkung auf die globale Klimaveränderung wird sehr hoch. Die Umweltschädlichkeit des Flugverkehrs ist politisch und in der Bevölkerung so gut wie kein Thema. Es ist erstaunlich, dass viele Politiker auch noch stolz auf die Zunahme des Luftverkehrs sind und die Arbeitsplätze in der Luftfahrtindustrie und im Flugverkehr als sehr wertvoll betrachten. Dass gleichzeitig andererseits viele Arbeitsplätze im Tourismusbereich in Europa verloren gehen wird verschwiegen ebenso wie volkswirtschaftlichen Folgen der Klimaveränderung. Heute kann man z.B. einschließlich Flug u.U. in der Dominikanischen Republik billiger Urlaub machen als im Bayerischen Wald. Es ist auch nicht logisch, dass Flugreisen innerhalb Europa häufig wesentlich billiger sind als Bahnreisen. Unglaublich ist, dass zum Beispiel die Dieselfahrzeuge mit dem relativ hohen Motorwirkungsgrad besonders hoch besteuert werden, mit dem Vorwand des Schadstoffausstoßes. Auch der Kraftstoff Diesel und Benzin wird hoch besteuert, während der Flugzeugtreibstoff für die allgemeine Luftfahrt, also für alle Fluggesellschaften (wie z.B. die Lufthansa) steuerfrei ist. Entsprechend dem Umweltschaden müsste der Flugzeugtreibstoff dreimal so hoch besteuert werden wie Benzin und Diesel. Es ist unglaublich, dass die Bahn für den Betrieb von Diesellokomotiven Dieselsteuer bezahlt, während der hoch umweltbelastende Flugzeugtreibstoff für die allgemeine Luftfahrt steuerfrei ist. Die britischen Forscher machen sich unter anderem auch für die Einführung von Mehrwertsteuer auf Flugtickets stark.
Am Flughafen Zürich steht Ihnen die Welt offen. Ob innerhalb Europas oder zu ferneren Zielen – der Flughafen Zürich verbindet die Schweiz mit den wichtigen Handelsplätzen, beliebten Tourismuszielen und interessanten Kulturen.
Reisen bildet – besonders wir Schweizer wissen das. Denn wir gehören mit durchschnittlich rund drei Flugreisen mit zu den mobilsten Bewohnern Europas. Und da die Schweiz als Binnenland Überseehäfen nur in Form von Flughäfen kennt, ist es nicht verwunderlich, dass sich der Flughafen Zürich zur interkontinentalen Verkehrsdrehscheibe des Landes entwickelt hat.

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