
Textilindustrie
Eröffnung der Seidenzwirnerei Zinggeler 1871, sie gilt als erster Industriebetriebe von Embrach. Das Gebäude wird 1988 abgebrochen und zum Parkplatz für die Kirche umfunktioniert. Geblieben ist der Chlostergumpen (Naturschutzgebiet mit überkommunaler Bedeutung), der Wasserspeicher der ehemaligen Seidenzwirnerei. Im Tal entstehen unzählige Webereien und Spinnereien. Als letzten Erben dieser Tradition kann man die Firma Spirella betrachten. Sie produziert bis heute in Embrach Duschvorhänge für den Weltmarkt. Alle anderen Betriebe sind seit 1987 verschwunden.
Tonwarenindustrie
Vorreiter in Sachen Tonwaren ist die Ziegelhütte westlich der Hard an der Strasse nach Pfungen, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Ofenganz, Klinkerganz, die Steinzeugfabrik, die Töpferei Zangger/Neri, führten diese Tradition bis etwa 1980 fort. Heute beschränkt man sich auf den Handel mit den Gütern oder hat sich aufgelöst. Nur die Töpferei Landert produziert noch in Embrach.
Maschinenindustrie
Seit dem Mittelalter gab es in Embrach Schmiede, sie versorgen die Bauern mit Werkzeugen, später mit Maschinen für den Ackerbau. Im Laufe der Zeit entstanden weitere Betriebe. Meili Waffen bis 1914 - Bölsterli “Setma“ Elektromotoren - Zwinggi, Waschmaschinen, Wasserkraftanlagen, Müllereimaschinen - Karl Keller, Präzisionsmechanik - Krebser Kehrli, Medizintechnik - Oskar Diener Medizintechnik und Präzisionsmechanik - Abraham Ganz, Industriepionier in Ungar aus Embrach.
Kommunikation
Die Telekommunikation hält in Form des Telegrafen 1872 Einzug in Embrach, 23 Jahre später gibt es den ersten Telefonanschluss und seit 1992 kann jeder mobil telefonieren. Für das Breitbandinternet und das digitale Fernsehen stehen mehrere Anbieter bereit. Ein Problem ist der analoge Radioempfang, verschiedene Anläufe, den Empfang aus dem Raum Zürich zu verbessern sind gescheitert, zuletzt ein Projekt auf dem Sonnenberg.
Rohstoffe und Bodenschätze
Quarzsand für die Glashütte in Bülach wurde lange in Embrach gefördert, es bestand sogar ein Bergwerk dafür am Hang östlich des Dreispitzes. Unter Embrach liegen grosse Kiesvorkommen ein grosser Teil davon ist schon abgebaut. Das Abbaugebiet reicht einst bis dort wo heute der Coop steht. Die Wasserkraft wurde schon im 9 Jh. von der Illinger Mühle genutzt, ab Mitte des 19 Jh. staute die aufkommende Industrie jedes Rinnsal und baute deine Vielzahl von Wasserspeichern im Tal um die Kraft des Wassere zu nutzen. In der Haumühle dreht noch (wieder) ein Wasserrad. Und seit 2004 produziert ein Kleinkraftwerk an der Töss (halb auf Gemeinde Boden) wieder Strom für bis zu 1000 Personen.
